Regelungsebene
EU-Verordnung · EU-Richtlinie · Nationales Gesetz · Branchenstandard
Themen
Chemikalien · Lieferkette · Lebensmittel · Qualität · Export
Produkte
Elastomere · PTFE · Kunststoffe · Technische Bauteile
Zielgruppen
Einkauf · QS · Konstruktion · Regulatory Affairs
Regulatorik sinnvoll einordnen.
Verordnungen, Richtlinien, Normen, Branchenstandards und Lieferkettendokumente folgen unterschiedlichen Rechtslogiken. Eine EU-Verordnung gilt unmittelbar, eine EU-Richtlinie muss national umgesetzt werden, ein Branchenstandard wie CMRT ist ein freiwilliges Reporting-Instrument. Wer diese Unterschiede kennt, stellt die richtigen Anforderungen und kommuniziert in Lieferketten präziser.
Chemikalien & Stoffrecht
REACH, RoHS, PFAS und POP sind die zentralen EU-Regelwerke für chemische Stoffe und gefährliche Substanzen in Produkten. TSCA und California Prop 65 adressieren den US-Markt. BPA und Dual Use ergänzen das Spektrum.
Lieferkette & Sorgfaltspflichten
LkSG (Deutschland), EUDR (EU-Entwaldungsverordnung) und CMRT/EMRT (Konfliktmineralien) betreffen die Lieferkettenpflichten. Das Russland-Embargo wirkt über Export- und Importkontrollen auf Beschaffung und Vertrieb.
Qualität & Dokumentation
ISO 9001 belegt das Qualitätsmanagementsystem. CoC, Langzeitlieferantenerklärung, NDA und QSV sind Lieferkettendokumente ohne gesetzlichen Verordnungscharakter — aber in vielen Projekten und Branchen unverzichtbar.
Stoffbeschränkungen, Registrierungspflichten und Verwendungsverbote.
Diese Regelwerke begrenzen oder verbieten bestimmte Stoffe in Produkten und Prozessen. Sie stammen aus der EU, den USA oder einzelnen Bundesstaaten und gelten für unterschiedliche Produktgruppen und Märkte.
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REACH — EU-Chemikalienverordnung
Registrierung, Bewertung und Zulassung chemischer Stoffe in der EU — Kandidatenliste, SVHCs und Mitteilungspflichten in der Lieferkette.
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RoHS — Elektrogeräte-Stoffrestriktionen
EU-Richtlinie 2011/65/EU beschränkt zehn Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten — Blei, Quecksilber, Cadmium, Chrom(VI) und vier Phthalate.
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PFAS — Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen
Laufende REACH-Beschränkungsinitiative für über 10.000 PFAS-Stoffe — betrifft u. a. PTFE, FKM und FFKM-Dichtungswerkstoffe.
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POP — Persistente organische Schadstoffe
EU-Verordnung 2019/1021 und Stockholmer Übereinkommen — Verbote und Beschränkungen für persistente, bioakkumulierende Schadstoffe.
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TSCA — US-Chemikalienrecht (EPA)
Toxic Substances Control Act — US-amerikanisches Pendant zu REACH, zuständig die EPA, mit Berichtspflichten für Importeure und Hersteller.
- 06Mehr erfahren
BPA — Bisphenol A
Bisphenol A ist SVHC unter REACH und in zahlreichen Anwendungen beschränkt — Lebensmittelkontakt, Trinkwasser, Polycarbonate.
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California Proposition 65
Warnanforderungen für über 900 krebserzeugende oder reproduktionstoxische Stoffe — relevant für alle Produkte auf dem US-Markt Kalifornien.
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Dual Use — Exportkontrolle
EU-Verordnung 2021/821 — Güter mit zivilem und militärischem Verwendungspotenzial unterliegen Genehmigungspflichten beim Export.
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Verordnung (EU) 2024/590 — ODS-Verordnung
Ozonabbauende Stoffe (ODS) — Nachfolgeverordnung zu 1005/2009, setzt das Montrealer Protokoll um. Regelt FCKW, HFCKW, Halone und weitere ozonabbauende Stoffe.
- 10Mehr erfahren
Verordnung (EU) Nr. 649/2012 — PIC
Prior Informed Consent — Exportkontrolle für gefährliche Chemikalien in Länder außerhalb der EU, Rotterdamer Übereinkommen.
Abfall, Recycling und Produktverantwortung.
Diese Regelwerke betreffen das Ende des Produktlebens, die Rücknahme, das Recycling und die Registrierung bedenklicher Stoffe in Erzeugnissen. SCIP und ELV sind die praxisrelevantesten Anforderungen für technische Bauteile.
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ELV — EU-Altfahrzeugrichtlinie
End-of-Life Vehicles Directive (2000/53/EG) — Recyclingquoten und Stoffbeschränkungen für Kfz-Bauteile, relevant für Automotive-Dichtungen.
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SCIP — Abfallrahmenrichtlinie & ECHA-Datenbank
Meldepflicht für besonders besorgniserregende Stoffe (SVHCs) in Erzeugnissen über 0,1 % — ECHA SCIP-Datenbank seit Januar 2021 aktiv.
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Verordnung (EU) 2024/3190
EU-Verordnung mit Bezug zu Produktkontaktmaterialien und Kreislaufwirtschaft — Regelungsinhalt und Relevanz für Dichtungen und Kunststoffe.
Sorgfaltspflichten, Konfliktmineralien und Sanktionen.
Unternehmen tragen heute Verantwortung über ihre direkte Zulieferbeziehung hinaus. LkSG, EUDR und die Konfliktmineralien-Templates fordern Transparenz über die gesamte Lieferkette.
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LkSG — Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz
Deutsches Gesetz zur menschenrechtlichen und ökologischen Sorgfalt in Lieferketten — seit Januar 2023, seit Januar 2024 für kleinere Unternehmen.
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EUDR — EU-Entwaldungsverordnung (2023/1115)
Verordnung (EU) 2023/1115 verbietet das Inverkehrbringen von Produkten aus entwaldeten Gebieten — betrifft u. a. Naturkautschuk (NR).
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CMRT — Conflict Minerals Reporting Template
Branchenstandard (RBA) zur Berichterstattung über Zinn, Tantal, Wolfram und Gold (3TG) in Lieferketten — aktuelle Versionen 6.4 und 6.5.
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EMRT — Extended Minerals Reporting Template
Erweiterung des CMRT um Kobalt und Glimmer (Mica) — aktuell Version 1.3, für Lieferketten mit Batterietechnik und Elektronikrelevanz.
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Dual Use — Exportkontrolle
Güter mit ziviler und militärischer Verwendung unterliegen EU-Exportkontrolle — Verordnung (EU) 2021/821, eng verknüpft mit Sanktionsrecht.
Anforderungen an produktberührende Werkstoffe.
Dichtungen in Lebensmittel- und Pharmakontakt unterliegen spezifischen regulatorischen Anforderungen. FDA (USA), EU-Trinkwasserrichtlinie und die neuen EU-Regelungen zu Lebensmittelkontaktmaterialien definieren, welche Werkstoffe zulässig sind.
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FDA — US-Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde
21 CFR-Vorschriften der FDA für Lebensmittelkontaktmaterialien und Medizinprodukte — keine einheitliche Zulassung, sondern werkstoffbezogene Konformität.
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BPA — Bisphenol A in Lebensmittelkontakt
BPA ist SVHC unter REACH und in Lebensmittelkontaktmaterialien sowie Trinkwasseranwendungen erheblich eingeschränkt.
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EU-Trinkwasserrichtlinie (2020/2184)
Europäische Positivliste für Werkstoffe in Kontakt mit Trinkwasser — Neufassung der Trinkwasserrichtlinie mit harmonisierten EU-Werkstoffanforderungen.
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Verordnung (EU) 2024/3190
EU-Verordnung zu Materialien und Gegenständen in Kontakt mit Lebensmitteln — neue Anforderungen an Konformitätserklärungen und Spurbarkeit.
Nachweise, Vereinbarungen und Lieferkettendokumente.
Diese Dokumente sind keine gesetzlichen Verordnungen, sondern Lieferantennachweise, Zertifizierungen und vertragliche Vereinbarungen. In vielen Projekten und Branchen sind sie dennoch unverzichtbarer Bestandteil der Qualitätssicherung.
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ISO 9001 — Qualitätsmanagementsystem
Internationaler Standard für Qualitätsmanagementsysteme — HP-Dichtungen ist ISO 9001 zertifiziert, Zertifikat auf Anfrage verfügbar.
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CoC — Konformitätserklärung
Certificate of Conformity / Konformitätserklärung — Lieferantendokument zur Bestätigung der Normkonformität, nicht behördliche Zulassung.
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Langzeitlieferantenerklärung
Lieferantenerklärung zum EU-Präferenzursprung von Waren — zweijährige Gültigkeit, verpflichtend für zollrechtliche Präferenzbehandlung.
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NDA — Geheimhaltungsvereinbarung
Non-Disclosure Agreement / Geheimhaltungsvereinbarung — privatrechtlicher Vertrag zum Schutz vertraulicher Informationen in der Zusammenarbeit.
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QSV — Qualitätssicherungsvereinbarung
Qualitätssicherungsvereinbarung zwischen Lieferant und Abnehmer — definiert Prüfpflichten, Reklamationsverfahren und Dokumentationsanforderungen.
Was Richtlinien und Zulassungen für Ihre Beschaffung bei HP bedeuten.
Regulatorische Anforderungen sind in der Dichtungstechnik ein wachsendes Thema. HP-Dichtungen unterstützt bei der Werkstoffauswahl, der Bereitstellung verfügbarer Hersteller- und Konformitätsdokumente sowie bei allgemeinen Fragen zu regulatorischen Anforderungen.
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Verfügbare Dokumente auf Anfrage
Konformitätserklärungen, werkstoffbezogene Herstellerunterlagen, FDA- und REACH-Informationen sowie Langzeitlieferantenerklärungen — auf Anfrage und soweit vom Hersteller bereitgestellt.
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ISO 9001 zertifiziert
HP-Dichtungen ist ISO 9001 zertifiziert. Das Zertifikat steht im Downloadbereich zur Verfügung — als DE- und EN-Version.
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Werkstoff- und Konformitätsberatung
Bei regulatorischen Werkstoffanfragen — z. B. REACH-konforme Compounds, FDA-relevante Materialien, PFAS-arme Alternativen — beraten wir technisch und koordinieren die Lieferantenseite.
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