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Gummiformteile nach Maß für Industrie und Maschinenbau

Abbildung zeigt drei Gummiformteile in unterschiedlichen Formen

Gummiformteile erfüllen unterschiedlichste Aufgaben – von der zuverlässigen Abdichtung bis zur gezielten Schwingungsdämpfung. Wir fertigen individuelle Lösungen nach Zeichnung oder Muster – präzise, wirtschaftlich und exakt auf Ihre Anwendung abgestimmt.

Aktualisiert 23. Juni 2026
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Gummiformteile – Aufbau, Eigenschaften und Einsatz

Abbildung zeigt mehrere verschiedene Gummiformteile und soll die Vielfalt und Individualität dieser Bauteile verdeutlichen.

Gummiformteile sind individuell gefertigte Bauteile aus elastischen Werkstoffen, die exakt an die Anforderungen einer Anwendung angepasst werden. Im Gegensatz zu Standarddichtungen entstehen sie in der Regel kundenspezifisch nach Zeichnung, Muster oder Funktionsvorgabe.

Sie übernehmen im System unterschiedliche Aufgaben – von der Abdichtung und Schwingungsdämpfung bis hin zum Schutz empfindlicher Bauteile oder zur gezielten Führung von Komponenten. Durch ihre elastischen Eigenschaften können Gummiformteile Toleranzen ausgleichen, Bewegungen aufnehmen und zuverlässig gegenüber Medien abdichten.

Je nach Einsatzbereich werden sie aus verschiedenen Elastomeren wie NBR, EPDM, FKM oder Silikon gefertigt. Die Wahl des richtigen Werkstoffs sowie die präzise Auslegung von Geometrie und Härte sind entscheidend für Funktion, Lebensdauer und Betriebssicherheit.

Hinweis

Fazit

Gummiformteile sind keine Standardprodukte, sondern individuell entwickelte Lösungen, die exakt auf Ihre Anwendung und Anforderungen abgestimmt werden.

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Materialien für Gummiformteile

Der richtige Werkstoff entscheidet maßgeblich über Funktion, Lebensdauer und Wirtschaftlichkeit eines Gummiformteils. Je nach Medium, Temperatur, Druck und mechanischer Belastung kommen unterschiedliche Elastomere und thermoplastische Werkstoffe zum Einsatz.

Typische Elastomere für Formteile

Je nach Einsatzbedingungen kommen unterschiedliche Elastomere zum Einsatz. Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Werkstoffe und ihre typischen Stärken.

Werkstoff
Stärken
Typische Anwendungen
Grenzen
NBR
Öl- & kraftstoffbeständig, abriebfest
Hydraulik, Maschinenbau
Nicht witterungsbeständig
Witterungs-, Wasser- & dampfbeständig
Außenanwendungen, Sanitär
Nicht ölbeständig
FKM
Hohe Temperatur- & Chemikalienbeständigkeit
Chemie, Motoren
Höhere Kosten
Sehr temperaturbeständig, flexibel
Lebensmittel, Medizintechnik
Geringe mechanische Festigkeit
Hohe mechanische Belastbarkeit
Dynamische Anwendungen
Teurer als NBR

Die Wahl des geeigneten Elastomers hängt maßgeblich von den Einsatzbedingungen ab:

  • Öl- und kraftstoffhaltige MedienNBR oder FKM
  • Wasser, Dampf und WitterungEPDM
  • Hohe TemperaturenFKM oder Silikon
  • Hohe mechanische BelastungHNBR oder TPU

Für die optimale Auslegung des Werkstoffs müssen mehrere Faktoren berücksichtigt und individuell bewertet werden.

Werkstoffe im Detail vergleichen

Erfahren Sie mehr über Eigenschaften, Beständigkeiten und Einsatzgrenzen von Elastomeren, PTFE und Spezialwerkstoffen – für die optimale Auswahl Ihrer Gummiformteile.

Thermoplastische Werkstoffe

Neben klassischen Elastomeren kommen auch thermoplastische Werkstoffe zum Einsatz. Sie kombinieren Elastizität mit hoher mechanischer Festigkeit und eignen sich besonders für Bauteile mit hohen Verschleißanforderungen oder komplexen Geometrien.

Spezialmischungen und Werkstoffkombinationen

Neben Standard-Elastomeren entwickelt HP-Dichtungen auch kundenspezifische Mischungen sowie Mehrkomponentenlösungen. Dazu zählen z. B. Kombinationen aus Metall- und Elastomerteilen oder verstärkte Kunststoffeinsätze. Dadurch lassen sich Gummiformteile optimal an komplexe Funktionsanforderungen anpassen.

Achtung

Die richtige Werkstoffwahl entscheidet

Gerade bei Gummiformteilen ist die Auswahl des Werkstoffes aufgrund der Individualität des jeweiligen Einsatzbereichs nicht trivial. Die Auswahl des richtigen Werkstoffs ist entscheidend für Funktion und Lebensdauer – unsere Experten beraten Sie praxisnah und materialgerecht.

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Praxisbeispiel: Metall-Elastomer-Verbindung

Das Bild zeigt mehrere Gummiformteile eines realen Kundenprojekts, bei dem wir einen metallischen Grundkörper mit einem Elastomer ergänzt haben. Das Ergebnis ist ein Bauteil, das mechanische Stabilität mit Dicht- und Dämpfungseigenschaften kombiniert.

Bei dieser Anwendung wurde ein metallischer Grundkörper mit einem elastischen Formteil kombiniert, um mechanische Stabilität und Dichtfunktion in einem Bauteil zu vereinen.

Die Auslegung erfolgte abgestimmt auf Belastung, Medium und Einsatzbedingungen. Durch die präzise Verbindung beider Werkstoffe entstand eine langlebige und montagefreundliche Lösung.

Typische Vorteile solcher Lösungen:

  • Reduzierung von Bauteilen und Montageschritten
  • Verbesserte Dichtwirkung und Vibrationsdämpfung
  • Höhere Lebensdauer durch optimierte Materialkombination
  • Kompakte und funktionsintegrierte Bauweise

Hinweis

Fazit

Durch die Kombination unterschiedlicher Werkstoffe lassen sich Gummiformteile exakt an komplexe Anforderungen anpassen und mehrere Funktionen in einem Bauteil vereinen.

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Typische Anwendungsbereiche

Gummiformteile von HP-Dichtungen kommen in zahlreichen Branchen zum Einsatz – überall dort, wo Bauteile abgedichtet, gedämpft oder geschützt werden müssen.

Gummiformteile werden exakt auf die Anforderungen der jeweiligen Branche abgestimmt – von der Werkstoffauswahl bis zur fertigungsgerechten Auslegung. So entstehen langlebige und zuverlässige Lösungen für den industriellen Einsatz.

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Fertigungsverfahren für Gummiformteile

Die Wahl des richtigen Fertigungsverfahrens hängt von Geometrie, Stückzahl und Werkstoff ab. Bei HP-Dichtungen kommen unterschiedliche Verfahren zum Einsatz – für präzise Formteile, reproduzierbare Qualität und wirtschaftliche Serienfertigung.

Die wichtigsten Fertigungsverfahren

Pressverfahren (Compression Moulding)

Das klassische Verfahren für kompakte und technisch anspruchsvolle Formteile. Rohmaterial wird als Vorformling in das Werkzeug eingelegt und unter Druck und Temperatur vulkanisiert. Besonders geeignet für mittlere Stückzahlen, große Querschnitte und hochwertige Elastomer-Mischungen.

Spritzgießen (Injection Moulding)

Hier wird das Elastomer oder Thermoplastmaterial plastifiziert und mit hohem Druck in das Werkzeug eingespritzt. Das Verfahren ermöglicht sehr präzise Konturen, geringe Toleranzen und hohe Automatisierung – ideal für komplexe Geometrien und große Stückzahlen.

Transferverfahren (Transfer Moulding)

Eine Kombination aus Press- und Spritzgießen: Das Material wird zunächst in einen Zwischenraum gefüllt und anschließend über Kanäle in die Kavität gepresst. Das Resultat sind saubere Formteiloberflächen und gleichmäßige Vulkanisation – perfekt für filigrane Bauteile oder Mehrkavitäten-Werkzeuge.

Vergleich der Fertigungsverfahren

Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Unterschiede der Verfahren auf einen Blick:

Verfahren
Stärken
Typische Anwendungen
Pressen / Vulkanisieren
robust, kosteneffizient
einfache Geometrien
Spritzgießen
präzise, automatisiert
große Serien
Transfer
saubere Oberflächen
komplexe Bauteile

Die Wahl des Verfahrens hängt maßgeblich von Geometrie, Stückzahl und Qualitätsanforderungen ab.

Nachbearbeitung und Qualitätskontrolle

Nach dem Formen werden Gummiformteile entgratet, geprüft und bei Bedarf weiterbearbeitet oder beschichtet. Jedes Bauteil wird auf Maßhaltigkeit und Materialqualität kontrolliert – dokumentiert und rückverfolgbar.

Hinweis

Fazit zu den Fertigungsverfahren

Das richtige Fertigungsverfahren entscheidet über Qualität, Kosten und Lieferzeit Ihrer Gummiformteile. Wir wählen die optimale Technologie für Ihre Anwendung – vom Prototyp bis zur Serienfertigung.

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So entstehen Ihre Gummiformteile bei HP-Dichtungen

Abbildung zeigt einen Techniker von HP-Dichtungen bei der CAD-Konstruktion eines Gummiformteils

Von der technischen Auslegung bis zur Serienfertigung begleiten wir Ihr Projekt strukturiert und effizient.

  • Analyse & Auslegung – abgestimmt auf Medium, Belastung und Einsatzbedingungen
  • Werkzeugbau & Prototyping – präzise Werkzeuge und schnelle Validierung
  • Serienfertigung & Qualitätssicherung – reproduzierbare Qualität und dokumentierte Prozesse

Ihr Vorteil: Sichere Umsetzung, kurze Entwicklungszeiten und wirtschaftliche Serienlösungen.

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Häufige Fragen zu Gummiformteilen

Was kosten Gummiformteile – und womit muss ich bei der Erstentwicklung rechnen?

Der größte Kostenfaktor bei der Neuentwicklung sind die Werkzeugkosten, die je nach Geometrie und Fertigungsverfahren bis mehrere tausend Euro betragen können. Die Stückkosten in der Serienfertigung sind dagegen oft sehr wirtschaftlich und amortisieren das Werkzeug schnell. Für eine belastbare Kalkulation benötigen wir Zeichnung, Werkstoffanforderungen und Ihre Zielstückzahl.

Welche Mindestmengen sind bei Gummiformteilen möglich?

Grundsätzlich sind auch Kleinserien und Prototypen möglich – ab wann sich ein Werkzeug wirtschaftlich lohnt, hängt von Bauteilgröße, Fertigungsverfahren und Stückpreis ab. Bei sehr kleinen Mengen kann die Zerspanung aus Halbzeug eine wirtschaftlichere Alternative zur Werkzeugfertigung sein. Sprechen Sie uns an – wir bewerten gemeinsam, welcher Weg für Ihre Stückzahl sinnvoll ist.

Wie lange dauert die Entwicklung und Lieferung von Gummiformteilen?

Vom Eingang der Zeichnung bis zum ersten Muster sind je nach Komplexität und Werkzeugaufwand typischerweise zwei bis sechs Wochen realistisch. Die Serienlieferung kann danach je nach Losgröße und Werkstoffverfügbarkeit kurzfristig erfolgen. Dringende Fälle sprechen wir individuell ab.

Welcher Werkstoff eignet sich für meine Anwendung?

Die Werkstoffwahl hängt von Medium, Temperatur, mechanischer Belastung und ggf. Zertifizierungsanforderungen ab. NBR eignet sich für Öl- und Kraftstoffkontakt, EPDM für Wasser und Witterung, FKM für hohe Temperaturen und aggressive Medien, Silikon für Lebensmittel- und Medizintechnik. Wenn Sie sich unsicher sind, unterstützen wir bei der Auswahl – auch für kundenspezifische Compounds.

Kann ich Gummiformteile auch ohne vollständige Zeichnung anfragen?

Ja – als Ausgangsbasis genügt häufig ein Muster, eine Skizze oder ein Altbauteil. Aus diesem erstellen wir ein Aufmaß und leiten die notwendigen Fertigungsparameter ab. Eine vollständige technische Zeichnung mit Toleranzangaben ist für die Serienfertigung empfehlenswert, aber kein zwingendes Muss für den Start.

Was unterscheidet Gummiformteile von Standarddichtungen?

Standarddichtungen wie O-Ringe oder Manschetten sind in definierten Normabmessungen verfügbar und sofort lieferbar. Gummiformteile hingegen werden exakt auf die Geometrie, Funktion und Betriebsbedingungen einer Anwendung ausgelegt – ohne Kompromisse bei Form oder Werkstoff. Überall dort, wo Normprodukte nicht passen oder mehrere Funktionen kombiniert werden müssen, sind Gummiformteile die wirtschaftlichere Langzeitlösung.

Wann sollte ich mich von einem Spezialisten beraten lassen?

Immer dann, wenn die Werkstoffauswahl komplex ist, mehrere Medien oder Temperaturbereiche zusammentreffen oder bestehende Lösungen immer wieder versagen. Auch bei der Umstellung von einem Standardprodukt auf ein bauteilspezifisches Formteil oder bei Metall-Elastomer-Verbindungen lohnt eine frühe Beratung, um Iterationsschleifen im Werkzeugbau zu vermeiden.

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Über HP-Dichtungen

Gummiformteile von HP-Dichtungen

Profitieren Sie von unserer Erfahrung in der Entwicklung, Werkzeugfertigung und Serienproduktion maßgeschneiderter Gummiformteile.

Erfahrung

40+ Jahre Dichtungskompetenz

Seit über 40 Jahren liefern wir zuverlässige Lösungen in der Dichtungstechnik

Individuelle Beratung, schnelle Prototypen sowie zuverlässige Serienversorgung

Sortiment

35.000+ Artikel – schnell verfügbar

Von Standardprofilen bis Sonderlösungen: große Auswahl, kurze Lieferzeiten, passgenau für Ihren Einsatz

Profitieren Sie von unserem Netzwerk mit über 50 Herstellern und Werken weltweit

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3 Mio.+ Dichtungen pro Jahr

Mehr als drei Millionen Dichtungen verlassen jedes Jahr unser Lager

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Als autorisierter Parker-Händler bieten wir Zugang zum weltweit führenden Dichtungsportfolio

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