Illustration einer pharmazeutischen Produktionsanlage.
BRANCHEN

Dichtungen für die Pharmaindustrie

In der Pharmaindustrie müssen Dichtungen nicht nur abdichten, sondern auch zu Medium, Reinigungsregime, Sterilisationsverfahren und Dokumentationsanforderung der Anlage passen. Entscheidend sind Lösungen, die für hochreine Prozesse, wiederkehrende CIP- oder SIP-Belastungen und validierbare Produktionsumgebungen sauber ausgelegt sind.

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Einsatzprofil

Hochrein · Validierungsnah

Typische Medien

Prozessmedien · Dampf · Reinigungschemie

Anforderungen

CIP/SIP · Sauberkeit · Dokumentation

Regulatorik

EU GMP · FDA 21 CFR · USP Class VI

01 — Anwendungen

Typische Einsatzfelder für Dichtungen in der Pharmaindustrie.

Unsere Dichtungslösungen kommen in pharmazeutischen Prozess- und Verpackungssystemen überall dort zum Einsatz, wo Medienreinheit, Reinigbarkeit und kontrollierte Funktion zusammenkommen.

  • 01

    Bioreaktoren & Fermenter

    Prozessbehälter, Anschlüsse, Deckel- und Armaturenabdichtungen

  • 02

    Abfüll- & Verpackungsanlagen

    Füllventile, Dosierkolben, Verschlüsse und sterile Übergabepunkte

  • 03

    Pumpen, Ventile & Dosiersysteme

    medienführende Baugruppen für Flüssigkeiten, Suspensionen und Prozesshilfsstoffe

  • 04

    Mess- & Regeltechnik

    Sensorik, Analysepfade, Probennahme und Instrumentierungsanschlüsse

  • 05

    CIP- & SIP-Strecken

    Reinigungs- und Sterilisationslinien mit Dampf-, Laugen- und Säurekontakt

  • 06

    Medienversorgung & Temperierkreisläufe

    WFI-/Purified-Water-Systeme, Wärmetauscher und produktionsnahe Versorgung

02 — Anforderungen

Worauf es bei Dichtungen in pharmazeutischen Prozessen ankommt.

In der Pharmaindustrie reicht es nicht, Dichtungen nur nach Temperatur oder Druck auszuwählen. Entscheidend sind zusätzlich Medium, Reinigungs- und Sterilisationsregime, Oberflächen- und Partikelverhalten sowie die Frage, ob ein Einbauort produktberührt, produktnah oder rein anlagenseitig ist.

Viele Anlagen werden regelmäßig per CIP gereinigt und per SIP sterilisiert. Dichtungen müssen dafür zu Dampf, Heißwasser, Reinigungschemie und Taktung der Anlage passen, ohne ihre Funktion, Maßhaltigkeit oder Werkstoffstabilität zu verlieren.

Gleichzeitig verlangen pharmazeutische Produktionsumgebungen häufig eine saubere Chargenrückverfolgung, definierte Werkstoffbasis und nachvollziehbare Dokumentation. Die technisch richtige Lösung entsteht deshalb immer aus dem Zusammenspiel von Medium, Temperaturprofil, Einbauraum, Bewegung, Reinigung und Nachweispflichten.

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Illustration pharmazeutischer Prozessanlagen mit Dichtungen in produktionsnahen Baugruppen.
Auslegung / Prozessbaugruppe Medium · SIP · Dokumentation
03 — Lösungen

Dichtungslösungen für pharmazeutische Anlagen und Verpackungssysteme.

Unsere Dichtungslösungen für die Pharmaindustrie werden auf die jeweilige Prozessstufe und Baugruppe abgestimmt. Im Vordergrund stehen kontrollierte Medienführung, saubere Reinigbarkeit und eine zur Anwendung passende Werkstoff- und Dokumentationsbasis.

  • Sonderdichtungen: für Ventile, Pumpen, Reaktoren und komplexe Einbauräume
  • Flachdichtungen: für statische Abdichtungen an Gehäusen, Flanschen und Anschlüssen
  • O-Ringe: für ruhende und leicht bewegte Dichtstellen in Prozess- und Verpackungssystemen
  • Dynamische Dichtungen: für Dosier-, Führungs- und Betätigungsfunktionen
  • Tri-Clamp- & Klemmverbindungsdichtungen: für lösbare hygienische Verbindungen in Prozessleitungen und Anlagen nach DIN 32676 / ISO 2852
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Illustration Dichtungslösungen für pharmazeutische Anlagen und technischer Umsetzung von Sonderlösungen.
Sonderlösung / Pharmaanlage Reinheit · Funktion · Serie

„Die eigentliche Herausforderung ist nicht das Abdichten. Die Herausforderung ist, eine Lösung zu schaffen, die auch nach unzähligen Reinigungs- und Produktionszyklen noch zuverlässig funktioniert.”

— Qualität / Pharma-Anlagenbau
04 — Praxis

Praxisbeispiel: Dichtungen in Abfüll-, Ventil- und Prozessbaugruppen.

In pharmazeutischen Produktionslinien werden Dichtungen häufig in Abfüllanlagen, Ventilinseln, Dosiersystemen und produktnahen Prozessanschlüssen eingesetzt. Dort müssen sie wiederkehrende Reinigungs- und Sterilisationszyklen ebenso beherrschen wie eng tolerierte Einbauräume und sensible Medienführung.

Entscheidend ist, dass Werkstoff, Geometrie und Dokumentation zur tatsächlichen Belastung der Baugruppe passen. So lassen sich planbare Wartungsintervalle, reproduzierbare Prozesse und eine stabile Anlagenverfügbarkeit unterstützen, ohne unnötig breite oder pauschale Konformitätsaussagen zu treffen.

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Illustration pharmazeutischer Produktionsdokumentation und Prozessüberwachung.
Praxis / Produktionsumfeld Abfüllung · Ventile · Validierung
05 — Dokumentation

Welche Themen bei pharmazeutischen Dichtungslösungen typischerweise geprüft werden.

Je nach Markt, Medium und Baugruppe können unterschiedliche Nachweise und Dokumentationsstufen relevant werden.

GMP

Prozessumfeld

Herstellungs- und Dokumentationsanforderungen

FDA 21 CFR

Werkstoffbasis

anwendungs- und compoundbezogen prüfen

USP Class VI

Biokompatibilität

Stufentest für Werkstoffe im pharmazeutischen Umfeld

EP 3.2.9

Elastomer-Prüfungen

Europäische Pharmakopöe für Gummi- und Elastomerteile

In der Praxis unterscheiden sich die Anforderungen deutlich: Nicht jede Dichtung in einer pharmazeutischen Anlage benötigt denselben Nachweisumfang, und nicht jede Werkstoffbasis ist automatisch für jede Baugruppe geeignet.

Deshalb klären wir früh, welche Medien, Reinigungsschritte, Temperaturen, Freigabedokumente und werkstoffbezogenen Nachweise tatsächlich benötigt werden. So bleibt die Dichtungslösung technisch belastbar und die Dokumentation auf die reale Anwendung zugeschnitten.

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Granulat als Symbolbild für werkstoffbezogene Auswahl in pharmazeutischen Anwendungen.
Dokumentation / Werkstoffwahl Compound · Charge · Freigabe
06 — Werkstoffe

Werkstoffe für pharmazeutische Prozesspfade, Reinigung und Sterilisation.

Für pharmazeutische Anwendungen setzen wir auf Werkstoffe und Compounds, die auf Medium, Reinigungsregime, Sterilisationsverfahren und Dokumentationsanforderung abgestimmt werden:

  • EPDM (peroxidvernetzt) — Pharma-Standard für CIP/SIP, Heißwasser, Dampf und Reinigungschemie; peroxidvernetzte Qualitäten ohne schwefelhaltige Extraktive für sterile Anwendungen
  • VMQ / Silikon (platinvernetzt) — pharma-tauglich bei platinvernetzten Qualitäten; geringe Migration, breites Temperaturfenster und häufig in Schlauch-, Pumpen- und Membrananwendungen sinnvoll
  • PTFE — chemisch inert, hochreine Werkstoffbasis und gut reinigbar; geeignet für aggressive Medien und sterile Prozesspfade
  • FKM — medien- und temperaturbeständig für anspruchsvolle Prozessbaugruppen mit Lösungsmittel- oder Säurekontakt
  • FFKM — für besonders kritische Chemie- und Temperaturprofile in produktnahen Baugruppen
  • FVMQ — wenn Reinheit und Beständigkeit gegen bestimmte Lösungsmittel kombiniert werden müssen
  • FEPM (AFLAS®) — Standardwerkstoff für aggressive CIP-Medien wie Amine, heiße Laugen und Dampf, wo FKM an Grenzen stößt

Welche Werkstoffe und Compounds passen, hängt immer von Medium, Reinigungsregime, Sterilisationsverfahren und Dokumentationsanforderung ab.

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Illustration Dichtungslösungen für pharmazeutische Anlagen, Erklärungen der technischen Beschaffenheiten der Werkstoffe.
Werkstoffe / Compoundwahl Medium · Reinigung · Nachweis
07 — Ablauf

Wie wir mit Ihnen in pharmazeutischen Projekten arbeiten.

Von der ersten Anforderungsaufnahme bis zur laufenden Versorgung — mit Fokus auf Medium, Reinigung und Dokumentation.

  1. 01

    Anfrage

    Baugruppe, Medium, Reinigungsregime, Stückzahl und Dokumentationsbedarf klären.

  2. 02

    Auslegung

    Werkstoff, Geometrie, Toleranzen und Einbauraum auf die Anwendung abstimmen.

  3. 03

    Muster

    Erstbemusterung oder Prototypen für Einbau-, Funktions- und Reinigungsbewertung bereitstellen.

  4. 04

    Serie

    Reproduzierbare Fertigung mit abgestimmter Werkstoff- und Chargenbasis.

  5. 05

    Versorgung

    laufende Serien- und Ersatzteilversorgung für produktionskritische Baugruppen sichern.

Projektanfrage

Sie haben eine konkrete pharmazeutische Baugruppe im Blick?

Senden Sie uns Medium, Reinigungsprofil, Einbauraum und gewünschte Dokumentation. Wir geben Ihnen eine erste technische Einschätzung zur passenden Dichtungslösung.

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08 — Stärken

Was in pharmazeutischen Projekten meist den Unterschied macht.

  • 01

    Anwendungsbezogene Auslegung

    Werkstoff, Geometrie und Einbauraum abgestimmt auf Medium und Reinigungsprofil

  • 02

    Saubere Dokumentation

    Chargenbezug, Werkstoffbasis und projektspezifische Nachweise abgestimmt

  • 03

    Hygienegerechte Lösungen

    für produktnahe, reinigungsintensive und sterilisationsrelevante Umfelder

  • 04

    Muster bis Serie

    vom Entwicklungsstand über Vorserie bis zur laufenden Versorgung

  • 05

    Versorgung & Ersatzteile

    planbare Serien- und Serviceversorgung für produktionskritische Baugruppen

  • 06

    Qualität & Vertraulichkeit

    ISO 9001-zertifiziertes Qualitätsmanagement und NDA-basierte Zusammenarbeit bei sensiblen Projekten

Ihre Anfrage

Suchen Sie eine Dichtungslösung für eine pharmazeutische Anwendung?

Sie entwickeln oder betreiben pharmazeutische Anlagen, Abfüllsysteme oder prozessnahe Baugruppen? Wir unterstützen Sie bei Werkstoffwahl, Dichtungsgeometrie und Dokumentationsanforderung für Ihre konkrete Anwendung.

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