NORMEN

EN 751-3 – PTFE-Dichtband für Rohrverschraubungen und Gewindeabdichtung

Symbolbild für PTFE-Dichtband für Gewindeverbindungen nach EN 751-3.

EN 751-3 normiert ungesinterte PTFE-Dichtbänder für Rohr- und Armaturengewinde. PTFE-Dichtbänder sind das am weitesten verbreitete Gewindedichtmittel in der Installations- und Prozesstechnik.

Aktualisiert 10. Juli 2026
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Was ist EN 751-3?

EN 751-3 ist der dritte Teil der EN-751-Normenreihe und legt Anforderungen an ungesinterte PTFE-Bänder zur Abdichtung metallischer Gewindeverbindungen gemäß ISO 7-1, ISO 228 oder vergleichbaren Rohrgewinden fest. PTFE-Dichtband ist eines der meistgenutzten Hilfsdichtelemente weltweit — die EN 751-3 schafft eine einheitliche Produktqualitätsgrundlage.

Was EN 751-3 normiert:

  • Maßanforderungen (Breite, Dicke und Toleranzen)
  • Mechanische Eigenschaften wie Zugfestigkeit und Dehnung sowie Anforderungen an die Verarbeitbarkeit
  • Chemische Beständigkeit
  • Anforderungen an Werkstoffqualität und Zusammensetzung des PTFE-Bandes
  • Nachweis der Eignung für Gewindedichtverbindungen unter festgelegten Prüfbedingungen

Was PTFE-Dichtband auszeichnet:

  • Universal einsetzbar bei nahezu allen Medien (Wasser, Gas, Öle, Dampf, Chemikalien)
  • Einfache Verarbeitung ohne Wartezeiten
  • Keine Aushärtezeit — sofort betriebsbereit nach dem Anziehen
  • Lösbar — Verbindung kann geöffnet und neu gedichtet werden
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Wann ist PTFE-Band die richtige Wahl?

Situation
Empfehlung
Kunststoffgewinde (z. B. PP, PVDF, PVC)

PTFE-Band bevorzugt — anaerobe Dichtmittel funktionieren nicht ohne Metallkontakt

Übergangsverbindungen Metall/Kunststoff
PTFE-Band geeignet für beide Werkstoffe
Trinkwasseranwendungen

Für Trinkwasseranwendungen sollten PTFE-Dichtbänder verwendet werden, die über die erforderlichen DVGW-Zertifizierungen bzw. Trinkwasserzulassungen für den jeweiligen Einsatz verfügen.

Chemische Anlagen mit aggressiven Medien
PTFE-Band ist chemisch nahezu universal beständig
Provisorische oder häufig geöffnete Verbindungen
Schnelle, lösbare Abdichtung ohne Aushärtezeit

Was HP-Dichtungen zu PTFE-Dichtbändern bietet

  • PTFE-Dichtbänder in Standard- und Premiumqualität

    Dichtbänder nach EN 751-3 für Standard-SHK-Anwendungen bis hin zu Premium-Qualitäten für Prozess- und Chemikalienanwendungen.

  • DVGW-zugelassene Qualitäten

    DVGW-zugelassene PTFE-Dichtbänder für Gas- und Wasserinstallationen in Deutschland.

  • Verstärkte Bänder für Hochdruckanwendungen

    Verstärkte PTFE-Dichtbänder mit höherer Reißfestigkeit für Hochdruck- und Industrieanwendungen.

  • Technische Beratung zur Auswahl

    Bandbreite, Banddicke, Wicklungsstärke — wir beraten zu optimaler Verarbeitung und Produktwahl.

Häufige Fragen zu EN 751-3

Wie viele Lagen PTFE-Band sind vorgeschrieben?

Die Norm gibt keine genaue Wickelanzahl vor. In der Praxis sind 3–5 Lagen für Standardgewinde üblich. Bei großen Nennweiten und groben Toleranzen können mehr Lagen erforderlich sein. Entscheidend ist das dichte Ergebnis unter Betriebsdruck.

Kann PTFE-Band für Gasleitungen eingesetzt werden?

Ja, EN 751-3-konforme Dichtbänder mit DVGW-Zulassung dürfen für Gas-Installationen (Erdgas, Flüssiggas) eingesetzt werden. Die DVGW-Zulassung ist für Deutschland die entscheidende Anforderung für gasführende Verbindungen.

Was unterscheidet Standard-PTFE-Band von Hochleistungsvarianten?

Standard-PTFE-Band (EN 751-3) ist für normale Wasser- und Gasinstallationen ausreichend. Hochleistungsvarianten haben höhere Reißfestigkeit (für Hochdruck), sind breiter (für große Nennweiten) oder enthalten Haftvermittler (für bessere Handhabung bei der Montage).

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Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen technischen Information und stellt keine verbindliche Auslegung der genannten Normen oder Standards dar. Verbindlich sind ausschließlich die jeweils gültigen Originalfassungen der entsprechenden Normen sowie die Anforderungen des jeweiligen Anwendungsfalls. Für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität der Inhalte wird keine Haftung übernommen.